Mehr als jeder sechste Bewohner dieser Erde lebt in Indien. Dennoch hat das Land Zugang zu lediglich vier Prozent des weltweiten Trinkwasservorkommens. Als Getränkehersteller und engagiertes Unternehmen sind wir bemüht, in den Regionen, in denen wir aktiv sind, einen positiven Beitrag für die Bewohner zu leisten. Daher hat die Coca-Cola Company ein besonderes Interesse daran, ihnen den Zugang zu sauberem Wasser zu gewährleisten.
Auf lokaler Ebene haben wir dabei geholfen, jahrhundertealte Bawaris, dorfeigene Wasserspeicher, die dem Verfall preisgegeben waren, wieder nutzbar zu machen. Die Dorfbewohner wurden aktiv in die Projekte miteinbezogen. Sie halfen mit, die Bawaris von Schlamm, Schutt und Algen zu befreien und ihre traditionelle, nachhaltige Infrastruktur zu erneuern. Die wiederhergestellten Bawaris versorgen Tausende Familien der umliegenden Dörfer mit Trinkwasser. Außerdem bilden sie den Schwerpunkt bei den Aufklärungskampagnen zur Wassererhaltung.
In einem der trockensten Gebiete im Staat Andhra Pradesh haben wir einen Damm erneuert und einen Wasserspeicher wieder nutzbar gemacht, der durch Schlamm unbrauchbar geworden war. Im benachbarten Dorf leben etwa 16.000 Menschen. Sie alle waren in der Vergangenheit mit dem Problem unzureichender Grund- und Trinkwasserversorgung konfrontiert worden. Der neue Speicher, der sich an einer Stelle befindet, wo sich – laut wissenschaftlicher Analyse – besonders viel Wasser sammeln und speichern lässt, kann genügend Wasser für die Bewässerung von 1.000 Hektar Anbaufläche speichern.
International anerkannte Organisationen wie das Rote Kreuz haben sich positiv über unsere Hilfsprogramme und umweltfreundlichen Maßnahmen geäußert, für die wir in Indien mit zahlreichen angesehenen Umweltschutz-Auszeichnungen ausgezeichnet wurden.
Wir engagieren uns auf allen Ebenen, um die Wasserversorgungsprobleme in Indien zu beseitigen.
Wie die meisten Umweltherausforderungen, denen wir uns heutzutage stellen müssen, ist die Verwaltung des Wasserhaushalts ein weltweites Problem, das sich am stärksten auf lokaler Ebene auswirkt. Alle umsetzbaren Strategien, die eine nachhaltige Wasserversorgung und allgemeinen Zugang zu sauberem Wasser zum Ziel haben, müssen auf einer globalen Sichtweise beruhen und sich auf die Mitarbeit der Menschen vor Ort stützen.
In der indischen Stadt Varanasi und Umgebung arbeitet die Coca-Cola Company mit den Gemeindeverwaltungen zusammen, um neueste internationale wissenschaftliche Erkenntnisse über die Verwaltung des Wasserhaushalts mit den teils jahrhundertealten Praktiken der Wassererhaltung und -verwaltung in den Dörfern zu kombinieren.
Das Ergebnis sind viel versprechende Diskussionsreihen und Maßnahmen, die dazu beitragen können, ein andauerndes Problem zu lösen, nämlich eine lebenswichtige und begrenzte Ressource langfristig zu schützen.
Am 10. Juni wurde zum Beispiel anlässlich des „Grundwassertags“ eine Reihe von Diskussionen abgehalten, bei denen Geschäftsleute, Vertreter nichtstaatlicher Organisationen, ausgewählte Beamte, Ingenieure der Regierung und Dorfbewohner anwesend waren. Gemeinsam entwickelten sie einen Konsens über die wirkungsvollsten Strategien zur Senkung des Wasserverbrauchs und eine allgemeine effizientere Nutzung der Wasserressourcen. Besprochen wurde unter anderem die Möglichkeit, die Regenwassersammlung auszuweiten, eine traditionelle Technik, die von Coca-Cola in moderner Form in seinen indischen Abfüllbetrieben angewendet wird. Die Regenwasserauffanganlagen, ursprünglich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen konstruiert, um höhere Erträge zu erzielen, sorgen dafür, dass Indien das ganze Jahr hindurch mit genügend Wasser versorgt ist. Während der regenreichen Monsunzeit wird das Regenwasser in Sammelbecken geleitet, die das Grundwasser dann während der Trockenzeit speisen.
Ebenfalls am 10. Juni versammelte man sich im nahe gelegenen Dorf Bhikaripur, um die Wiederherstellung des dorfeigenen Talab oder Dorfteichs zu feiern, ein Projekt, das von der Coca-Cola Company gemeinsam mit den Gemeindevertretern unterstützt wurde. Mehrere Jahrhunderte lang waren Talabs wichtige Bestandteile vieler indischer Dörfer gewesen. In ihnen wurde frisches Wasser gesammelt, das von allen Dorfbewohnern gemeinsam genutzt wurde. In den vergangenen Jahrzehnten verfielen die Talabs, wodurch sich die Folgen der Trockenheit und anderer Wasserprobleme noch verstärkten. Die wiederhergestellten Teiche können ihre lebenswichtige und traditionelle Funktion in der lokalen Verwaltung des Wasserhaushalts nun wieder erfüllen.
Projekte wie diese haben einen sehr direkten Einfluss auf das dörfliche Leben. Ganz wichtig ist jedoch auch die Vorbildfunktion jeder Partnerschaft mit den Gemeinden, bei der erfolgreiche, an die Umgebung angepasste Strategien zur nachhaltigen Verwaltung des Wasserhaushalts entwickelt werden – ein weiteres Modell im Rahmen der internationalen Kampagne „Make Every Drop Count“.
Regenwassersammlung
Die Coca-Cola Company arbeitet mit der Zentralen Grundwasserbehörde (CGWA) sowie mit lokalen Regierungen und Gemeinden zusammen, um die Wasserknappheit zu bekämpfen und den Grundwasserspiegel zu erhöhen. Lokale Regierungsbeamte und Nichtregierungsorganisationen identifizieren die Gebiete, in denen die Wasserknappheit besonders groß ist. Die Coca-Cola Company baut dann Kooperationen zur Regenwassersammlung mit lokalen Fürsorgediensten oder Gemeinden in diesen Gebieten auf, um den Grundwasserspiegel durch gesammeltes Regenwasser zu erhöhen.
Experten von Nichtregierungsorganisationen führen das Projekt durch und mobilisieren die Dorfbewohner zur Mitarbeit. Die Coca-Cola Company unterstützt das gesamte Projekt und agiert als Hauptsponsor. Durch die Partnerschaft mit der CGWA ist technisches Know-how gewährleistet. Mitarbeiter des Coca-Cola-Systems spielen auch eine wichtige Rolle dabei, die Projektkoordination zu unterstützen, Verkäufer auszuwählen und für die Durchführung und Erhaltung zu sorgen.
Regenwassersammlung hat ein enorm hohes Potenzial. Dörfer in der Region, die in das Projekt einbezogen waren, sind sich nun stärker des Umweltschutzes und der Vorteile von Grundwasseranreicherung bewusst. Und das Projekt ist so konzipiert, dass minimale wiederkehrende Kosten anfallen und die Dorfbewohner von Anfang an mitarbeiten. So wird gewährleistet, dass es ein Projekt der Gemeinde ist.
Die Coca-Cola Company hat auch Projekte zum Bau von Regenwassersammelanlagen auf den Dächern aller ihrer Abfüllbetriebe initiiert. So werden in jedem Betrieb jedes Jahr Millionen von Gallonen mehr Wasser eingespart. Zusätzlich teilt die Coca-Cola Company ihre Kenntnisse über Wasserverwaltung mit den Gemeinden, die rund um ihre Betriebe liegen. So können Regenwassersammel-Programme entwickelt werden, die auf die Region abgestimmt sind.
In vier aufeinanderfolgenden Jahren wurde Coca-Cola Indien von der Regierung in Delhi ausgezeichnet. Dabei wurde besonders die aktive Beteiligung unseres Unternehmens am Bhagidari-(Partnerschafts-)Programm der Regierung gewürdigt, durch das in verschiedenen Teilen Delhis Regenwassersammel- und Feststoffentsorgungsinitiativen ins Leben gerufen wurden.
Papier-Recycling
Coca-Cola Indien hat in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt (Regierung von Delhi) am Earth Day 2004 ein Papier-Recycling-Projekt in der staatlichen Schule Bal Bhawan ins Leben gerufen.
Dieses Programm wird in der Anfangsphase fünf Schulen erreichen. Coca-Cola Indien trägt 50 Prozent der gesamten Kosten für die Aufstellung der Papier-Recycling-Maschinen in allen teilnehmenden Schulen. Der Restbetrag wird vom Umweltamt der Regierung Delhi und von den Schulen selbst geleistet.
Die Ziele bestehen unter anderem darin, den Schülern zu vermitteln, wie wichtig Umweltschutz, Walderhaltung und die Schaffung einer abfallfreien Umgebung sind.
Umweltschutz
Anlässlich des Weltumwelttages hat sich Coca-Cola Indien mit dem Bildungsministerium und dem Umweltministerium zusammengeschlossen, um die „Kampagne sauberes Delhi“ zu starten.
Das Programm soll die Umwelt durch verschiedene Aktivitäten schützen, erhalten und verbessern: Offene Abflüsse werden entschlammt, und der Müll wird täglich von speziellen Rikschas eingesammelt.
Das Unternehmen hat außerdem in regelmäßigen Abständen Mülleimer im Ort aufgestellt, um zu vermitteln, wie Abfallverwaltung funktioniert. Anwohnern wird erklärt, warum es von Vorteil ist, Abfälle nach ihrer biologischen Abbaubarkeit zu trennen.
Die Kampagne beinhaltet auch eine Reihe von Seminaren, die innerhalb von sechs Monaten stattfinden. Sie ermuntern Gemeindemitglieder dazu, Umweltschutzmaßnahmen zu ergreifen, die auf ihre Bedürfnisse und Lebensbedingungen abgestimmt sind.
Der Zusammenschluss von CII, ICRISAT und der Coca-Cola-Stiftung für die Entwicklung unterentwickelter Regionen durch strategischen Eingriff in das Wasser-Management.
Das internationale Ernteforschungsinstitut für semiaride Tropen (ICRISAT), der Indische Industrieverband (CII) und die Coca-Cola-Stiftung werden zusammen an nachhaltigem und gerechtem Management für die Infrastruktur ländlicher Wasser-Ressourcen und anderer Natur-Ressourcen (NRM) arbeiten, und zwar durch Eingriffe in Wassermanagement-Programme im Distrikt Dungarpur in Rajasthan sowie im Distrikt Thirunelveli in Tamil Nadu.
Das Ziel der Zusammenarbeit besteht darin, den Lebensunterhalt von armen Bauern und Marginalbauern in den Projektdörfern zu verbessern. Außerdem soll eine Strategie entwickelt werden, um eine schnelle Vergrößerung der Anlagen in der Region zu bewirken. Hierdurch sollen Anlagen in optimaler Größe geschaffen werden, die notwendig sind, damit aus Entwicklungseingriffen bedeutende Verbesserungen der Land- und Wasserverbrauchsproduktivität, der Agrarproduktion und der landwirtschaftlichen Erträge entstehen. Dies wird erreicht, indem Lücken in Boden- und Wassererhaltungprojekten geschlossen werden, Wasserzugänge für arme Familien geschaffen werden und Regenwasser effizient für verbesserte Landwirtschaftsverfahren genutzt wird. Das Einkommen der Bauern wird weiter gesteigert, indem verschiedenste hochwertige und wassereffiziente Saaten angebaut werden.
Die Zusammenarbeit soll zu einem Memorandum of Agreement (MoA) zwischen ICRISAT und CII führen. Dieses soll als Gerüst dafür dienen, zusammen am Management natürlicher Ressourcen und an verwandten Aktivitäten in regengespeisten Gebieten zu arbeiten. ICRISAT und CII werden Aktionsforschung in folgenden Bereichen betrieben: regengespeiste Landwirtschaft, Einsatz verschiedener Wasserressourcen, Entwicklung einer Methode und von Institutionen für nachhaltiges und gerechtes Management von Wasser und anderen natürlichen Ressourcen. Ein wichtiger Teil dieses Projektes wird sein, die Zielgruppen zu schulen und Fähigkeiten zu entwickeln.
Im Rahmen der MoA wird man mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der Coca-Cola-Stiftung Wassermanagement-Programme in den Distrikten Dungarpur und Thirunelveli vornehmen. Die Coca-Cola-Stiftung – unterstützt durch das Unternehmen und seine Abfüllpartner – ist auf der ganzen Welt aktiv, um die Lebensqualität in den Gemeinden zu verbessern.
Laut Dr. William Dar, dem Generaldirektor von ICRISAT, „wird die Zusammenarbeit mit CII und der Coca-Cola-Stiftung die Partnerschaft des Instituts mit dem Privatsektor stärken, um den Bauern auf dem indischen Festland zu helfen. Diese Kooperation wird sich in die Public-Private Partnerships von ICRISAT einreihen, zu denen die Wassermanagement-Programme mit dem Sir Dorabiee Tata Trust und dem TVS Agricultural Science Research Institute gehören.“
Laut S. Sen Dy, Generaldirektor des Indischen Industrieverbands (CII), „war der Slogan von CII für das Jahr 2005/06 „Wachstum inklusive“. CII hat eine Reihe von Initiativen im Modell Public-Private Partnership durchgeführt, um den Lebensunterhalt für die unteren Bevölkerungsschichten (,Bottom of the Pyramid‘) zu verbessern. CII ist der Meinung, dass eine dritte Kategorie von Partnern, nämlich Partner mit Wissen, erforderlich ist, um Informationen in puncto Wissenschaft und Technologie beizusteuern. Das hier dargestellte Projekt ist ein erster Schritt in diese Richtung.“
Diese Projekte wurden auf Initiative von CII hin entwickelt; die reibungslose Durchführung dieser Projekte wird hierdurch erleichtert. CII schätzt die Bemühungen von Coca-Cola Indien, dazu beizutragen, die Verbindung zwischen der Coca-Cola-Stiftung und ICRISAT aufzubauen.
Laut Deepak Jolly, Vizepräsident öffentliche Angelegenheiten und Kommunikation von Coca-Cola Indien, „haben eine stark wachsende Bevölkerung, steigender Nahrungsmittelbedarf und verbesserte Lebensstile sowie die industrielle Entwicklung im Land dazu geführt, dass es einen konkurrierenden Bedarf an begrenzten Wasser-Ressourcen gibt. Um Nahrungsmittel- und Futterreserven zu gewährleisten und um das Wasserknappheitsproblem im Land in den Griff zu bekommen, ist es notwendig, Regenwasser effizient zu nutzen und einen umfassenden Wasser-Management-Plan aufzustellen. Wir freuen uns darüber, dass unsere Stiftung zwei solcher Initiativen unterstützt, bei denen ICRISAT in Kooperation mit CII Wasser-Management-Projekte in Dungarpur und Thirunelveli durchführen wird.“
Für das 1-Jahres-Projekt fallen Kosten in Höhe von 140.000 US-Dollar an, die komplett von der Coca-Cola-Stiftung getragen werden.
ICRISAT hat langjährige Erfahrung mit der Erforschung von Wassermanagement-Programmen. Zusätzlich zu mehreren Wassermanagement-Projekten in Indien hat das Institut Projekte in Thailand, Vietnam, China und Äthiopien durchgeführt. Diese Projekte wurden in Kooperation mit den nationalen Landwirtschaftsforschungssystemen, dem privaten Sektor, Nichtregierungsorganisationen und Bauern umgesetzt.
Das Programm von ICRISAT zum Management genetischer und natürlicher Ressourcen hat das Ziel, Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Bürgerbeteiligung zu nutzen. Die Kapazitäten der Bauern und Gemeindeorganisationen sollen aufgebaut werden, damit sie ihre Ressourcen effizient und nachhaltig verwalten können. Das sofortige Ergebnis von integriertem Wassermanagement ist eine bessere Wasserverfügbarkeit (sowohl Grund- als auch Oberflächenwasser) für Trinkwasser und landwirtschaftliche Zwecke. ICRISAT betreibt verstärkt Qualitätsforschung, um den Armen zu helfen, indem man ihre Fähigkeit schult, sich selbst zu helfen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. S. P. Wani, regionaler Projektkoordinator (Wassermanagement) ICRISAT, unter s.wani@cgiar.org.
Liis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse ulla facilisis at vero eros.
Machen Sie den ersten
Schritt und werden Sie
Teil der Bewegung! view >>